KANZLEI & ATELIER | WALDKIRCH

  • Bauherr:

    Standort:

    Bauzeit:

    Projektleiter:

    Fotografie:

    Auszeichnung:

    Claudia Thoma

    Waldkirch

    2006-07

    Christian Erdrich

    Claudia Thoma

    Beispielhaftes Bauen AKBW 2009

weniger

Städtebauliche Einbindung
Selbstverständlich, eigenständig und selbstbewusst integriert sich der Neubau in die gründerzeitliche Villenstruktur des Waldkircher Stadtrandgebietes. Die Straßenkanten werden aufgenommen, das Bauvolumen in zwei schlanke Scheiben geteilt, um einerseits die Maßstäblichkeit der Umgebung gegenüber zu wahren. Andererseits wird durch eine leichte Aufweitung des Grundrisses eine geschützte aber dennoch offene Hofsituation geschaffen, die den direkten Blick auf die schöne Gründerzeitfassade des Nachbarhauses freigibt und rahmt.

Gebäudetypologie
Entgegen der funktionalen Bestimmung wird die Typologie „Bürogebäude“ bewusst vermieden. Sowohl die Materialität, als auch Grundriss- und Volumendisposition verlassen die typologischen Grenzen und streben einen der umliegenden Wohnbebauung adäquaten Charakter an, der sich als Hofhaus manifestiert.
Zum Charakter des Neubaus trägt in besonderem Maße der ostfriesische Torfbrandziegel bei, der mit seiner lebhaften Oberfläche intensiv mit der Materialität des historischen Baubestandes und seinem alten Baumbestand harmoniert.
Proportion und Gliederung erhalten die lebendigen Fassaden durch scharfe Schnitte in Form von Gesimsen, die in dunklem Basalt ausgeführt sind. In den Innenräumen kontrastiert dagegen Schiefer mit dem Kirschholz des Parketts. Eine quergelagerte Treppe und großzügige, verschränkte Foyerflächen vermitteln den Eindruck eines nach allen Richtungen offenen Raumkontinuums.
Eine Staffelung der Gebäudehöhen öffnet die Gebäudekubatur zur Landschaft, schafft Differenzierung im Bauvolumen und ermöglicht eine Terrassenfläche, die den Landschaftsblick auf die Waldkircher Kastelburg und den Hausberg Kandel inszeniert.

Außenbezüge und Freiflächen
Der Neubau verlässt nicht den gängigen Typus der freistehenden gründerzeitlichen Villa. Dennoch konnte ein Gebäude realisiert werden, das keinerlei Restflächen im Außenbereich notwendig werden lässt. Durch die Grundrissgestaltung wurden diese vielmehr alle zu hochwertigen und individuellen Aufenthaltsbereichen gesteigert.
Differenzierte Außenbezüge durch Fenster, Hofflächen und Dachterrasse lassen die herrliche Landschaft nahe rücken und werden bestimmend für die Atmosphäre des Hauses. Weiterhin bestimmend ist die durchgehende materielle Einheit des lebhaften Torfbrandklinkers, der nicht nur als Fassadenstein, sondern auch zur Pflasterung der Hofflächen und für die umfassenden Grenzmauern verwendet wird. Dadurch wird die positive Emotionalität und atmosphärische Anmutung eines Altbaus erreicht, obgleich nirgendwo irgendeine formale Anbiederung stattfindet.
Der Bau agiert kompromisslos modern, ist atmosphärisch stark aufgeladen und bereichert das historische Bauensemble der Waldkircher Vorstadt in eindrucksvoller Weise.

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Bauherr:

Standort:

Bauzeit:

Projektleiter:

Fotografie:

Auszeichnung:

Claudia Thoma

Waldkirch

2006-07

Christian Erdrich

Claudia Thoma

Beispielhaftes Bauen AKBW 2009

Städtebauliche Einbindung
Selbstverständlich, eigenständig und selbstbewusst integriert sich der Neubau in die gründerzeitliche Villenstruktur des Waldkircher Stadtrandgebietes. Die Straßenkanten werden aufgenommen, das Bauvolumen in zwei schlanke Scheiben geteilt, um einerseits die Maßstäblichkeit der Umgebung gegenüber zu wahren. Andererseits wird durch eine leichte Aufweitung des Grundrisses eine geschützte aber dennoch offene Hofsituation geschaffen, die den direkten Blick auf die schöne Gründerzeitfassade des Nachbarhauses freigibt und rahmt.

Gebäudetypologie
Entgegen der funktionalen Bestimmung wird die Typologie „Bürogebäude“ bewusst vermieden. Sowohl die Materialität, als auch Grundriss- und Volumendisposition verlassen die typologischen Grenzen und streben einen der umliegenden Wohnbebauung adäquaten Charakter an, der sich als Hofhaus manifestiert.
Zum Charakter des Neubaus trägt in besonderem Maße der ostfriesische Torfbrandziegel bei, der mit seiner lebhaften Oberfläche intensiv mit der Materialität des historischen Baubestandes und seinem alten Baumbestand harmoniert.
Proportion und Gliederung erhalten die lebendigen Fassaden durch scharfe Schnitte in Form von Gesimsen, die in dunklem Basalt ausgeführt sind. In den Innenräumen kontrastiert dagegen Schiefer mit dem Kirschholz des Parketts. Eine quergelagerte Treppe und großzügige, verschränkte Foyerflächen vermitteln den Eindruck eines nach allen Richtungen offenen Raumkontinuums.
Eine Staffelung der Gebäudehöhen öffnet die Gebäudekubatur zur Landschaft, schafft Differenzierung im Bauvolumen und ermöglicht eine Terrassenfläche, die den Landschaftsblick auf die Waldkircher Kastelburg und den Hausberg Kandel inszeniert.

Außenbezüge und Freiflächen
Der Neubau verlässt nicht den gängigen Typus der freistehenden gründerzeitlichen Villa. Dennoch konnte ein Gebäude realisiert werden, das keinerlei Restflächen im Außenbereich notwendig werden lässt. Durch die Grundrissgestaltung wurden diese vielmehr alle zu hochwertigen und individuellen Aufenthaltsbereichen gesteigert.
Differenzierte Außenbezüge durch Fenster, Hofflächen und Dachterrasse lassen die herrliche Landschaft nahe rücken und werden bestimmend für die Atmosphäre des Hauses. Weiterhin bestimmend ist die durchgehende materielle Einheit des lebhaften Torfbrandklinkers, der nicht nur als Fassadenstein, sondern auch zur Pflasterung der Hofflächen und für die umfassenden Grenzmauern verwendet wird. Dadurch wird die positive Emotionalität und atmosphärische Anmutung eines Altbaus erreicht, obgleich nirgendwo irgendeine formale Anbiederung stattfindet.
Der Bau agiert kompromisslos modern, ist atmosphärisch stark aufgeladen und bereichert das historische Bauensemble der Waldkircher Vorstadt in eindrucksvoller Weise.